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Assentis DocFamily Support-Ende: So gelingt die Migration zu CIB coSys

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MIGRATION · CUSTOMER COMMUNICATION MANAGEMENT

Assentis DocFamily Support-Ende: So gelingt die Migration zu CIB coSys

Viele Banken, Versicherungen, Verwaltungen und weitere dokumentenintensive Unternehmen setzen seit Jahren auf Assentis DocFamily für die Erstellung und Verwaltung ihrer Kundenkommunikation. Die Lösung ist häufig tief in Kernsysteme, Fachanwendungen, Archivlösungen, Druckstrassen und digitale Versandkanäle integriert. Nach öffentlich verfügbaren Branchenhinweisen ist der reguläre Support für die Assentis-DocFamily-Produktfamilie Anfang 2026 ausgelaufen – vertraglich vereinbarte Extended-Support-Modelle können davon abweichen und sollten individuell geprüft werden.

Support-Ende

Regulärer DocFamily-Support Anfang 2026 ausgelaufen

CIB coSys

Moderne Zielplattform für Vorlagen- und Output-Management

Wellen statt Big Bang

Schrittweiser Rollout mit Parallelbetrieb und Rückfallverfahren

ONLU begleitet

Von der Analyse bis zur vollständigen Stilllegung

Von Assentis zu Smart Communications

Smart Communications kündigte 2021 die Übernahme von Assentis an. Zum Zeitpunkt der Ankündigung wurde kommuniziert, dass die bestehenden Assentis-Produkte weiterhin unterstützt werden sollten. Gleichzeitig lag der strategische Fokus auf der cloudbasierten Smart-Communications-Plattform.

Für Unternehmen mit DocFamily-Installationen bedeutet die inzwischen kommunizierte Support-Einstellung, dass der langfristig sichere Betrieb neu bewertet werden muss. Dabei entstehen insbesondere folgende Risiken:
  • Fehlende reguläre Sicherheits- und Fehlerkorrekturen
  • Steigende Betriebskosten für eine Legacy-Plattform
  • Abhängigkeit von wenigen internen oder externen Spezialisten
  • Schwierigkeiten bei Betriebssystem-, Datenbank- und Infrastruktur-Upgrades
  • Höhere Risiken bei regulatorischen oder fachlichen Änderungen
  • Eingeschränkte Möglichkeiten für moderne digitale Ausgabekanäle
  • Wachsende technische Schulden in Vorlagen und Schnittstellen
Eine Migration sollte deshalb nicht als kurzfristiger Austausch einzelner Komponenten betrachtet werden. Entscheidend ist ein kontrolliertes Transformationsprogramm für die gesamte Customer-Communication-Management-Landschaft.

Warum CIB coSys als Zielplattform?

CIB coSys ist ein Korrespondenz- und Vorlagenmanagementsystem für die zentrale Erstellung, Verwaltung und Verarbeitung von Unternehmensdokumenten. Die Plattform trennt Dokumentdesign, Textbausteine, fachliche Inhalte, Datenversorgung und technische Ausgabe. Dadurch können Änderungen an Dokumenten kontrollierter durchgeführt werden, ohne dass für jede textliche Anpassung ein vollständiger Software-Release notwendig ist. Die wichtigsten Komponenten:

CIB webTom

Zentrale Verwaltung statischer und dynamischer Vorlagen: versioniert, über Rollen und Berechtigungen geschützt und über definierte Freigabeprozesse verwaltet.

CIB workbench

Erstellung und Bearbeitung von Vorlagen und wiederverwendbaren Textbausteinen – fachliche Inhalte werden strukturiert und zentral organisiert.

CIB webDesk

Browserbasierte Erstellung individueller Korrespondenz durch Sachbearbeitende: ergänzen, prüfen, freigeben, speichern und über verschiedene Kanäle ausgeben.

CIB darkDesk & documentServer

Automatisierte Dokumentenerstellung und Dunkelverarbeitung: dynamische Dokumente serverseitig und in hoher Stückzahl erzeugen und verarbeiten.

CIB flow (optional)

Dokumentenprozesse als BPMN-Abläufe orchestrieren: Freigaben, Serienkorrespondenz, Versandprozesse und fachliche Prüfungen – auch integrierbar in eine bestehende Prozessplattform.

DocFamily sollte nicht einfach eins zu eins kopiert werden

Eine reine technische Konvertierung aller DocFamily-Vorlagen übernimmt häufig auch die Probleme der bestehenden Plattform: doppelte oder nahezu identische Vorlagen, nicht mehr verwendete Textbausteine, unterschiedliche Versionen desselben Inhalts, hart codierte Fachlogik innerhalb von Vorlagen, direkte Abhängigkeiten von einzelnen Quellsystemen, unklare Verantwortlichkeiten für Texte und Layouts, manuelle Freigaben ausserhalb des Systems und fehlende automatisierte Tests.

Eine erfolgreiche Migration beginnt deshalb mit einer Bereinigung und fachlichen Konsolidierung. Das Ziel sollte nicht lauten:
«Wie übertragen wir jede bestehende DocFamily-Vorlage unverändert?»
Die bessere Fragestellung lautet:
«Welche Kundenkommunikation wird künftig benötigt und wie kann sie einfacher, standardisierter und automatisierter umgesetzt werden?»

Das ONLU-Migrationsmodell

ONLU strukturiert die Migration von Assentis DocFamily zu CIB coSys in klar voneinander abgegrenzte Phasen:

Phase 1  Bestandsaufnahme und Migrationsassessment

Vollständige Analyse der bestehenden DocFamily-Landschaft: aktive und inaktive Vorlagen, Textbausteine, dynamische Regeln, Datenvariablen, interaktive und automatisierte Dokumente, Ausgabeformate, Schnittstellen zu Fachsystemen, Archivierung, Sprachvarianten sowie Freigabe- und Publikationsprozesse. Ergebnis ist ein strukturiertes Vorlagen- und Schnittstelleninventar. Jede Vorlage wird einer Kategorie zugeordnet: weiterverwenden, konsolidieren, neu gestalten, durch Standardvorlagen ersetzen oder stilllegen. So gelangen veraltete Inhalte gar nicht erst in die neue Plattform.

Phase 2  Definition der Zielarchitektur

Festlegen, wie CIB coSys in die Systemlandschaft integriert wird: Fachanwendungen als Datenquellen, eine klar definierte Integrations- oder API-Schicht, CIB documentServer für serverseitige Erstellung, CIB webDesk für interaktive Korrespondenz, CIB flow oder eine bestehende BPMN-Plattform für die Prozesssteuerung, DMS/Archiv, IAM sowie Monitoring und Auditierung. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Datenmodell: Statt jede Vorlage direkt an ein Fachsystem zu koppeln, empfiehlt sich ein stabiles, dokumentenorientiertes Datenmodell – so können Quellsysteme später ersetzt werden, ohne sämtliche Vorlagen anzupassen.

Phase 3  Mapping von DocFamily zu CIB coSys

DocFamily und CIB coSys verwenden unterschiedliche technische Konzepte – eine automatische Eins-zu-eins-Konvertierung ist in vielen Fällen nicht sinnvoll. Für jedes relevante Element wird ein fachliches und technisches Mapping erstellt (siehe Tabelle unten), das als Grundlage für Umsetzung und Aufwandsplanung dient.

Phase 4  Aufbau einer Template Factory

Bei grösseren Vorlagenbeständen werden zuerst gemeinsame Grundlagen definiert: Corporate-Design-Vorgaben, Seitenlayouts, Kopf- und Fusszeilen, Adressfelder, Tabellen, Schriftarten, Textbausteine, Sprachvarianten, rechtliche Pflichttexte, Barrierefreiheitsanforderungen sowie Namens- und Versionierungskonventionen. Erst danach erfolgt die Migration der einzelnen Dokumente – das reduziert Doppelspurigkeiten und individuelle Sonderlösungen.

Phase 5  Technische Migration der Vorlagen

Kombination aus automatisierter Analyse, Übernahme wiederverwendbarer Inhalte, regelbasierter Konvertierung, manueller Nachbearbeitung, fachlicher Konsolidierung und gezielter Neuentwicklung einzelner Spezialvorlagen. Besonders komplexe Vorlagen werden frühzeitig als Referenzvorlagen umgesetzt, um Architektur, Datenversorgung und Rendering zu prüfen, bevor die Migration skaliert wird.

Phase 6  Schnittstellen und Datenversorgung

Neben den Dokumenten müssen sämtliche Aufruf- und Datenflüsse berücksichtigt werden: synchroner Dokumentenaufruf, asynchrone Massenverarbeitung, REST- und SOAP-Schnittstellen, datei- und message-basierte Übergaben, XML-/JSON-Strukturen, Fehler- und Wiederholungsmechanismen, Statusrückmeldungen, Authentifizierung und Skalierung. Die neue Integration sollte lose gekoppelt und API-orientiert sein – damit bleibt die Dokumentenplattform unabhängig von einzelnen Fachanwendungen.

Phase 7  Automatisierte Qualitätssicherung

Dokumentenmigrationen lassen sich nicht allein durch Sichtkontrollen absichern. ONLU empfiehlt eine mehrstufige Teststrategie: visueller Vergleich gegen freigegebene Referenzdokumente (Positionen, Seitenumbrüche, Tabellen, Schriften), fachliche Datentests (optionale/verpflichtende Felder, Mehrsprachigkeit, Beträge und Datumsformate, variable Tabellen, Textvarianten, leere Daten), Regressionstests für spätere Änderungen an Bausteinen, Performance- und Massentests unter realistischer Last sowie – wo erforderlich – PDF/UA, PDF/A und Screenreader-Kompatibilität.

Phase 8  Schrittweiser Rollout statt riskanter Big Bang

Migration in fachlichen Wellen: erst einfache Standardkorrespondenz, dann Einzelbriefe aus der Sachbearbeitung, fachbereichsspezifische Dokumente, komplexe Verträge und Formulare, Massenkorrespondenz und zuletzt zeitkritische oder regulatorisch relevante Dokumente. Während der Übergangszeit laufen DocFamily und CIB coSys kontrolliert parallel – ein Routing entscheidet, welches System eine Dokumentart erzeugt. Für jede Welle gelten klare Abnahmekriterien, ein Rückfallverfahren und ein definierter Stilllegungszeitpunkt.

Mapping: DocFamily → CIB coSys

Bisherige FunktionMögliches Ziel in CIB coSys
Zentrales VorlagenrepositoryCIB webTom
Vorlagen- und TextbausteinerstellungCIB workbench
Interaktive KorrespondenzCIB webDesk
Automatisierte DokumentenerstellungCIB darkDesk und CIB documentServer
VorlagenfreigabenWorkflow und Rollenmodell in CIB coSys
Externe ProzesssteuerungCIB flow oder bestehende BPMN-Plattform
DokumentablageBestehendes DMS oder Archiv
Digitaler und physischer VersandBestehende Kanäle oder ergänzende CIB-Module

Typische Migrationsrisiken – und wie man sie vermeidet

MigrationsrisikoMassnahme
Unvollständiges InventarNicht dokumentierte Vorlagen oder Schnittstellen werden häufig erst kurz vor der Abschaltung entdeckt. Technische Nutzungsdaten, Repositories, Batch-Aufträge und Quellcode zusätzlich zur fachlichen Dokumentation analysieren.
Versteckte Fachlogik in VorlagenBedingungen und Berechnungen sind teilweise direkt in Vorlagen implementiert. Fachlogik identifizieren und entscheiden, ob sie künftig in der Vorlage, im Fachsystem oder in einem BPMN-Prozess ausgeführt wird.
Fehlende ReferenzdokumenteOhne verbindliche Referenzergebnisse ist eine objektive Abnahme kaum möglich. Golden-Master-Dokumente und fachliche Testdaten frühzeitig definieren.
Zu viele SonderlösungenIndividuelle Ausnahmen erhöhen Migrations- und Wartungskosten. Standards festlegen und Abweichungen nur nach bewusster Architekturentscheidung zulassen.
Zu später WissenstransferKnow-how bleibt bei einzelnen Projektmitgliedern oder Dienstleistern. Interne Teams bereits während der Migration in Vorlagenerstellung, Betrieb und Fehleranalyse einbinden.
Migration als Chance: Der Wechsel von DocFamily zu CIB coSys ist mehr als eine technische Notwendigkeit. Unternehmen können Vorlagen zentralisieren und konsolidieren, Fachbereiche stärker in die Inhaltspflege einbinden, Freigaben nachvollziehbar digitalisieren, Dokumente automatisiert erzeugen, Ausgabeprozesse über BPMN orchestrieren, digitale und physische Kanäle vereinheitlichen, barrierefreie Dokumente etablieren und Tests automatisieren. Entscheidend ist, die Migration nicht als isoliertes Vorlagenprojekt zu behandeln – Fachlichkeit, Architektur, Integration, Betrieb und Organisation müssen gemeinsam betrachtet werden.

Wie ONLU Sie unterstützt

ONLU begleitet Unternehmen bei der Ablösung von Assentis DocFamily und beim Aufbau einer modernen CIB-coSys-Landschaft:

Migrationsassessment

Analyse von Vorlagen, Textbausteinen, Schnittstellen, Prozessen, Datenmodellen und Betriebsanforderungen – als belastbare Migrationsroadmap.

Zielarchitektur

Integration von CIB coSys in Ihre bestehende Anwendungs-, Daten-, IAM-, Archiv- und Output-Management-Landschaft.

Proof of Concept

Validierung von Datenversorgung, Rendering, Schnittstellen, Performance und Qualitätssicherung anhand repräsentativer DocFamily-Vorlagen.

Template Factory

Standards, wiederverwendbare Komponenten und automatisierte Abläufe für die effiziente Migration grosser Vorlagenbestände.

Implementierung & Integration

Technische Umsetzung von Vorlagen, APIs, Batch-Prozessen, Fachsystemintegrationen sowie Archiv- und Versandkanälen.

BPMN & Prozessautomatisierung

Orchestrierung der Dokumentenprozesse mit CIB flow, CIB seven oder einer bestehenden BPMN-Plattform.

Testing & Qualitätssicherung

Wiederholbare Testverfahren für Layout, Daten, Fachlogik, Performance, Barrierefreiheit und Regression.

Schulung & Wissenstransfer

Fachbereiche, Entwicklungsteams und Betrieb werden gezielt auf Plattform und künftige Verantwortlichkeiten vorbereitet.

Fazit

Das Support-Ende von Assentis DocFamily erhöht den Handlungsdruck für Unternehmen, die ihre geschäftskritische Kundenkommunikation weiterhin sicher und zuverlässig betreiben müssen. Eine überhastete Eins-zu-eins-Konvertierung greift jedoch zu kurz: Erfolgreich ist die Migration dann, wenn Vorlagen, Datenmodelle, Schnittstellen, Prozesse und Governance gemeinsam modernisiert werden.

CIB coSys bietet dafür eine leistungsfähige Grundlage: zentrales und versioniertes Vorlagenmanagement, interaktive und automatisierte Dokumentenerstellung sowie flexible Integrationsmöglichkeiten für bestehende Systemlandschaften. Mit einem strukturierten Assessment, einer klaren Zielarchitektur, einer standardisierten Template Factory und automatisierter Qualitätssicherung kann die Migration schrittweise und kontrolliert umgesetzt werden.

Sie planen die Ablösung von Assentis DocFamily?

ONLU unterstützt Sie von der ersten Bestandsaufnahme bis zur produktiven Einführung von CIB coSys und der vollständigen Stilllegung Ihrer bisherigen Plattform.

Quellen und Hinweise

  • Smart Communications kündigte im Januar 2021 die Übernahme von Assentis an und erklärte damals, die bestehenden Assentis-Produkte weiter unterstützen zu wollen.
  • Öffentlich verfügbare Branchenhinweise berichten über ein Support-Ende der Assentis-DocFamily-Produktfamilie Anfang 2026. Individuelle Vertrags- und Extended-Support-Regelungen müssen separat geprüft werden.
  • CIB beschreibt CIB coSys als Korrespondenzmanagementsystem mit CIB webTom, CIB webDesk, CIB darkDesk und CIB workbench.
  • CIB webTom unterstützt die zentrale Verwaltung dynamischer und statischer Vorlagen, Rollen und Berechtigungen sowie vorlagenspezifische Workflows und Tests.
  • CIB documentServer ist für die performante serverseitige Erstellung und Verarbeitung dynamischer Dokumente vorgesehen.
  • CIB bietet eigene Beratung und Unterstützung für CCM- und Vorlagenmigrationen an.
  • CIB beschreibt die Kombination von CIB coSys und CIB flow für automatisierte Dokumenten- und Kundenkommunikationsprozesse.

Stand: 16. Juli 2026

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