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Immer mehr IT-Entscheider und Geschäftsführer, gerade in der Schweiz, suchen nach Alternativen zu VMware. Kein Wunder: Seit der Übernahme von VMware durch Broadcom haben zahlreiche Kunden drastische Preiserhöhungen erlebt. Eine Umfrage unter 1000 VMware-Kunden zeigte, dass über die Hälfte einen Wechsel in Betracht zieht. Viele zahlen bereits mehr als vor der Übernahme für dieselben Leistungen, bei 15 % der Befragten haben sich die Kosten sogar verzehnfacht. Diese Preisexplosion hat eine Wechselbereitschaft ausgelöst, die sich in steigendem Interesse an Open-Source-Lösungen zeigt. Unternehmen wollen sich nicht länger damit abfinden, dass die Preise in die Höhe schiessen, ohne dass der Service besser wird. Die Frage lautet also: Wie können Sie den Lizenzdruck reduzieren und Ihre Virtualisierung zukunftssicher aufstellen?
VMware in der Kostenfalle: Warum Wechselwillige zunehmen
VMware ist seit Jahren der De-facto-Standard in der Server-Virtualisierung: zuverlässig, funktional ausgereift und mit leistungsfähigen Features (z. B. vMotion für Live-Migration). Doch diese Stärken haben ihren Preis. Hohe Lizenzgebühren und komplexe Lizenzmodelle gehören zu den häufigsten Kritikpunkten der Kunden. Unter Broadcom hat VMware verstärkt auf Abo-Modelle umgestellt und dabei insbesondere für kleinere Kunden die Kosten massiv erhöht. Viele Bestandskunden, auch in der Schweiz, sehen sich nun mit Kostensteigerungen von 85 % und mehr konfrontiert. Ein niederländisches Gericht bezeichnete Broadcoms Lizenzpraxis jüngst als aggressiv und verpflichtete VMware sogar, betroffene Kunden zwei Jahre lang bei der Migration zu unterstützen. Die Folge: Immer mehr Unternehmen kehren VMware den Rücken.
Neben den Kosten spielt auch die strategische Ausrichtung eine Rolle. Proprietäre Lösungen von VMware führen häufig zu Vendor-Lock-in, was die Flexibilität einschränkt und Budgets bindet. Jeder Franken, der in steigende VMware-Gebühren fliesst, fehlt bei Investitionen in Innovation, etwa in Cloud, Container oder KI. Zudem passen klassische VMware-Umgebungen nicht immer nahtlos zur modernen Cloud-nativen Welt: Traditionelle VM-Workloads lassen sich schlecht mit containerisierten Anwendungen zusammenführen, und die Lizenzpolitik für moderne Plattformen wie Tanzu bringt zusätzliche Komplexität und Kosten. Kurz gesagt: Hohe laufende Kosten, Lizenzstress und der Wunsch nach technologischer Weiterentwicklung führen dazu, dass viele Firmen Alternativen ins Auge fassen.
Open Source als Ausweg: Flexibilität und transparente Preise

Angesichts dieser Entwicklungen überrascht es nicht, dass Open-Source-Plattformen plötzlich hoch im Kurs stehen. Laut Umfrage können sich 44,9 % der VMware-Kunden vorstellen, auf Open-Source-Lösungen zu migrieren. Der Reiz liegt auf der Hand: Offener Quellcode bedeutet keine Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter und in der Regel geringere Kosten. Doch reine Community-Projekte wie Proxmox oder einzelne KVM-basierte Lösungen kommen oft ohne garantierten Support. Für Unternehmen ist das ein nachvollziehbares Anliegen, rund 23 % nannten fehlende SLAs als Sorge.
Hier kommt Red Hat ins Spiel. Red Hat bietet das Beste aus beiden Welten: Open-Source-Technologie ohne harten Lizenzzwang, aber mit professionellem Support und langfristigen Updates. Red Hat ist seit Jahren massgeblich an der Weiterentwicklung des Open-Source-Hypervisors KVM beteiligt und hat breite Erfahrung in der Enterprise-Virtualisierung. So lassen sich Vendor-Lock-in vermeiden und trotzdem die Sicherheit und Betreuung einer Enterprise-Lösung geniessen. Zudem setzt Red Hat auf ein transparentes Subskriptionsmodell. In der Regel zahlen Kunden pro Knoten oder Socket für Support und Nutzung, was für Planbarkeit sorgt. Unerwartete Nachlizenzierungen, wie sie VMware-Kunden jüngst erlebten, entfallen. Kurzum: Open Source mit Red Hat ermöglicht freiere Gestaltung, faire Preise und eine Plattform, die mit Ihren Anforderungen mitwächst.
Red Hat OpenShift Virtualization: Eine moderne Alternative

OpenShift Virtualization integriert virtuelle Maschinen in eine Kubernetes-Plattform. Die KubeVirt-Technologie von Red Hat ermöglicht es, VMs (im Diagramm als VM gekennzeichnet) und Container-Workloads gemeinsam auf einem OpenShift-Kubernetes-Cluster zu betreiben. So können klassische Applikationen und Cloud-native Services einheitlich verwaltet werden.
Als Alternative zu VMware hat Red Hat insbesondere OpenShift Virtualization positioniert, eine Lösung, die virtuelle Maschinen direkt in die Kubernetes-Plattform OpenShift integriert. Red Hat OpenShift Virtualization basiert auf dem Open-Source-Projekt KubeVirt und erlaubt es, VMs und Container in einer gemeinsamen Umgebung auszuführen. Praktisch bedeutet das: Wenn Ihr Unternehmen bereits Kubernetes oder OpenShift nutzt, können Sie bestehende VM-Workloads dorthin bringen, statt ein separates VMware-Cluster zu betreiben. Die Verwaltung erfolgt über die vertraute OpenShift-Konsole, und Entwickler wie Admins profitieren von konsistenten Tools. OpenShift Virtualization bietet damit einen Kubernetes-nativen Ansatz für Virtualisierung. Cloud-native Prinzipien wie Skalierbarkeit, deklarative Verwaltung und Self-Healing gelten auch für virtuelle Maschinen.
Dieser Ansatz hat mehrere Vorteile. Erstens können Container und VMs nebeneinander laufen, was schrittweises Modernisieren erleichtert: Legacy-Anwendungen in VMs und neue Microservices in Containern, alles orchestriert auf derselben Plattform. Zweitens fördert die gemeinsame Plattform Effizienz und Kosteneinsparungen: Statt zwei separate Infrastrukturen für Kubernetes und VMware zu betreiben, konsolidieren Sie Ressourcen. OpenShift Virtualization nutzt den performanten Linux-Hypervisor KVM, der im Kernel integriert und ressourcenschonend ist. Drittens profitieren Sie von Skalierbarkeit im Hybrid-Cloud-Einsatz, denn OpenShift ist von Grund auf für verteilte, automatisierte Umgebungen gebaut. Schliesslich ist das Lizenzmodell einfach: OpenShift Virtualization ist in OpenShift enthalten und verursacht keine VMware-ähnlichen Zusatzkosten pro VM. Für kostenbewusste Teams ist OpenShift attraktiv, denn Open-Source-Wurzeln und Abonnementpreise helfen, komplizierte Lizenzmetriken zu vermeiden. Anders gesagt: Ihr Team spart Lizenzgebühren und gewinnt Flexibilität, ohne auf Enterprise-Features zu verzichten.
Natürlich erfordert ein Wechsel auf eine Kubernetes-basierte Plattform auch Know-how-Aufbau. Die Einführung neuer Konzepte bringt eine Lernkurve mit sich, und nicht jeder Administrator ist sofort ein Kubernetes-Experte. Doch Red Hat und sein Partnernetz bieten umfangreiche Trainings, Zertifizierungen und Support, um den Übergang zu erleichtern. Die Investition lohnt sich: Am Ende steht eine zukunftssichere Plattform, die traditionelle und cloud-native Workloads unter einem Dach vereint, mit deutlich geringeren laufenden Kosten als ein reines VMware-Setup.
Migration leicht gemacht: VMware-VMs umziehen ohne Chaos
Eine berechtigte Sorge bei jedem Plattformwechsel ist die Migration der bestehenden VMs. Niemand möchte produktive Systeme riskieren oder lange Ausfallzeiten in Kauf nehmen. Auch hier kann Red Hat punkten. Mit dem Migration Toolkit for Virtualization (MTV) stellt Red Hat ein Werkzeug bereit, das speziell für die VM-Migration von VMware auf OpenShift entwickelt wurde. Dieses Toolkit, im Lieferumfang von OpenShift enthalten, automatisiert viele Schritte, die sonst manuell fehleranfällig wären.
Ein typischer Migrationsablauf sieht so aus: Zunächst wird die Quellumgebung auf Basis von vSphere angebunden und ein Migrationsplan erstellt. In diesem Plan wählen Sie eine oder mehrere VMs aus, definieren Zuordnungen für Netzwerk und Storage in der Zielplattform und starten dann den Vorgang. Das Tool kopiert die VM-Daten in das OpenShift-Cluster und übernimmt die Einstellungen, sodass die VM anschliessend in OpenShift Virtualization hochfährt. Während der Migration bleibt die Original-VM unangetastet, bis Sie umschalten. So halten Sie eventuelle Downtimes minimal. Sobald die Migration abgeschlossen ist, laufen Ihre virtuellen Maschinen auf OpenShift und verhalten sich, als wären sie normale Cloud-Workloads. Über die OpenShift-Konsole können Sie Status, CPU- und Speicherauslastung, Netzwerk und weitere Kennzahlen der VMs einsehen und sogar direkt auf die VM-Konsole zugreifen. Kurz gesagt: Das Migrationstool nimmt viel Komplexität heraus und erleichtert einen schrittweisen, kontrollierten Umzug.
Für umfangreichere Vorhaben bietet sich zudem die Automatisierung mit Ansible an. Die Red Hat Ansible Automation Platform erlaubt es, wiederholbare Migrationsprozesse zu skripten, ideal, wenn Dutzende oder Hunderte VMs migriert werden sollen. Mit Ansible-Playbooks können zum Beispiel alle VMs einer bestimmten Gruppe sukzessive migriert werden, inklusive Netz- und Storage-Mapping, ohne dass jemand jeden Schritt manuell klicken muss. Das reduziert Fehler und spart Zeit. Ansible kann sogar Umgebungen inventarisieren und Berichte erzeugen, welche VMs bereits umgezogen sind und welche noch anstehen.
Schliesslich behält man mit Red Hat Advanced Cluster Management for Kubernetes die Übersicht. Dieses Tool, ebenfalls Bestandteil des Red-Hat-Portfolios, ermöglicht ein zentrales Monitoring und Management über alle Cluster und virtuellen Maschinen hinweg. Insbesondere nach der Migration hilft es, die Gesundheit und Performance der VMs zu beobachten. Integrierte Dashboards auf Basis von Grafana zeigen Auslastungen, und es lassen sich Warnmeldungen und Alerts konfigurieren, falls zum Beispiel eine VM ungewöhnlich viel Speicher verbraucht. Für Administratoren, die bisher vCenter gewohnt waren, stellt Advanced Cluster Management ein mächtiges Multi-Cluster-Äquivalent dar, mit dem Bonus, dass auch Container-Workloads gleich mitverwaltet werden. So hat man alles im Blick und kann die gesamte Infrastruktur vom Rechenzentrum bis zum Edge zentral steuern.
Vorteile für Ihr Unternehmen: Kosten runter, Innovation rauf
Der Umstieg weg von VMware hin zu Red Hat OpenShift Virtualization bietet handfeste wirtschaftliche und technische Vorteile. Zunächst steht die Kostenersparnis im Vordergrund: Sie eliminieren die oft fünf- oder sechsstelligen jährlichen VMware-Lizenzrechnungen. Red Hats Subskriptionsmodell ist nicht nur günstiger, sondern auch planbarer. Preisschocks wie eine Verzehnfachung der Kosten über Nacht sind hier nicht zu erwarten. Einige Kunden berichten, dass sie dank OpenShift Virtualization ihre Gesamtbetriebskosten deutlich senken konnten, da keine separaten Virtualisierungslizenzen mehr anfallen und der Betriebsaufwand sinkt. Zudem entfallen Kosten für Zusatzprodukte im VMware-Ökosystem wie vCenter oder vRealize, weil vieles in OpenShift bereits integriert oder mit Open-Source-Tools abgedeckt ist.
Doch es geht nicht nur um Einsparungen. Flexibilität und Zukunftssicherheit sind mindestens genauso wichtig. Durch den Einsatz einer offenen Plattform wie OpenShift befreien Sie sich vom Vendor-Lock-in. Ihr Unternehmen gewinnt die Freiheit, die IT-Strategie selbst zu gestalten, sei es On-Premises, in der Cloud oder als Hybrid-Lösung. OpenShift läuft auf diversen Infrastrukturen, von Bare Metal über VMware oder andere Hypervisoren bis zu AWS oder Azure. So können Sie Ihre Workloads dort platzieren, wo es wirtschaftlich und strategisch sinnvoll ist. Neue Technologien lassen sich einfacher integrieren: Container-Plattform, CI/CD-Pipelines, GitOps, KI- und ML-Workloads, all das fügt sich nahtlos in die OpenShift-Umgebung ein. Sie investieren in eine Plattform, die sowohl klassische VMs als auch moderne Cloud-Technologien beherrscht, statt Geld in ein reines Legacy-System zu stecken.
Für Ihre IT-Teams bedeutet der Wechsel ebenfalls einen Schritt nach vorn. Entwickler und Admins arbeiten enger zusammen auf einer gemeinsamen Plattform, DevOps wird erleichtert. Durch Automatisierung und Self-Service, etwa wenn Entwickler selbst VMs oder Container über Templates bereitstellen können, steigt die Produktivität. Die Lernkurve zu Beginn zahlt sich langfristig in Form von effizienteren Prozessen aus. OpenShift bringt zudem Security-by-Design. Eingebettete Sicherheitsmechanismen wie SELinux und sVirt schützen VMs und Container auf niedriger Ebene. Und mit Red Hat als Partner erhalten Sie proaktiven Support und regelmäßige Updates, sodass Stabilität und Sicherheit Ihrer Umgebung gewährleistet sind.
Nicht zuletzt schätzen IT-Leiter die Transparenz und Kontrolle. Der Quellcode ist einsehbar, offene Standards verhindern proprietäre Sackgassen, und die Community treibt Innovation voran. Red Hat OpenShift Virtualization ist keine unbekannte Nischenlösung, sondern basiert auf bewährter Technologie, die in vielen Unternehmen weltweit produktiv im Einsatz ist, häufig als Bestandteil ihrer Hybrid-Cloud-Strategie. Sie können also darauf vertrauen, dass die Lösung erprobt und enterprise-ready ist.
Fazit: Mit Red Hat aus der Gebührenfalle in eine innovative Zukunft
Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass blindes Vertrauen in proprietäre Anbieter teuer werden kann. VMware-Kunden, ob in der Schweiz oder weltweit, wurden mit massiven Gebührensteigerungen konfrontiert, die Budgets belasten und zu Recht Unmut auslösen. Doch es gibt Alternativen. Mit Red Hat OpenShift Virtualization steht eine ausgereifte, offene Plattform bereit, die nicht nur hilft, Kosten zu senken, sondern gleichzeitig einen Modernisierungspfad öffnet. Sie ermöglicht es, bestehende VM-Workloads ohne grosses Risiko in eine Kubernetes-basierte Umgebung zu überführen und dort zusammen mit containerisierten Anwendungen zu betreiben.
Für Schweizer Unternehmen, die Wert auf Planbarkeit, Flexibilität und Innovation legen, kann der Abschied von VMware der richtige Schritt sein. Der Ansatz von Red Hat vereint das Beste aus zwei Welten, nämlich Open Source und Enterprise Support, und bewahrt Sie vor den Fallstricken proprietärer Lizenzpolitik. Mit den bereitgestellten Migrationstools und Automatisierungslösungen gelingt der Umstieg in der Regel reibungslos und mit minimalen Ausfallzeiten. Ihr IT-Team wird in die Lage versetzt, eine einheitliche, zukunftsfähige Infrastruktur zu managen, die sowohl traditionelle als auch Cloud-native Anwendungen bedient.
Am Ende bedeutet der Wechsel vor allem eins: weniger Geld für Lizenzgebühren, mehr Raum für Innovation. Anstatt Ihr Budget in steigende VMware-Kosten zu stecken, investieren Sie es in die Weiterentwicklung Ihrer IT-Landschaft. OpenShift Virtualization gibt Ihnen die Freiheit, Ihre Virtualisierungsstrategie selbst zu bestimmen, und das mit der Rückendeckung eines weltweit erfahrenen Partners. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um die Weichen neu zu stellen, weg von der Kostenfalle VMware und hin zu einer offenen Zukunft mit Red Hat. Ihr Unternehmen wird davon profitieren.
Quellen
- heise.de
- rackn.com
- itworks-ag.de
- redhat.com